karriere-job-infos.de

News rund um Job und Karriere

Die Bankenkrise hat deutlich gemacht, dass Banker nicht allmächtig sind und sich verheerend verkalkulieren können. Mit der Krise ist das Vertrauen der Deutschen Bürger in das Bankenwesen und damit auch in den Bankerberuf stark angeschlagen. War vor der Finanzkrise ein Banker allgemein noch eher hoch geachtet, so ist dieser Ruf nun ins Schwanken geraten.
Eine aktuelle Umfrage der GfK (Gesellschaft für Konsumforschung) hat gezeigt, dass sich das Vertrauen der Deutschen in die einzelnen Berufen mit den aktuellen politischen Ereignissen ändert. So vertrauten im Jahr 2008 noch etwa 15% mehr den Fähigkeiten und Kompetenzen der Banker als es in diesem Jahr der Fall ist.
Weiterhin hohes Ansehen und großes Vertrauen werden dem Beruf des Feuerwehrmanns, Arztes, Postangestellten und Polizisten entgegen gebracht. Auch Lehrer, Richter, Soldaten und Rechtsanwälte zählen zu den Berufen, die die Deutschen weiterhin für ehrbar und vertrauenswürdig halten. Die Studie hat außerdem die Frage nach dem Vertrauen in Umweltschutz- und Wohltätigkeitsorganisationen gestellt, wobei nur knapp 70% der Deutschen Umweltschutzorganisationen trauen und weniger als 60% Wohltätigkeitsorganisationen für vertrauenswürdig halten. Beide Zahlen sind rückläufig und lassen sich wohl auf zunehmende Skandale in der Branche zurückführen. Die Deutschen spenden weiter gerne und großzügig, vor allem an Weihnachten und bei aktuellen Unglücksfällen, aber ihr Zutrauen in die richtige und verantwortungsvolle Verwendung ihrer Spendengelder wird zunehmend geringer.
Die Studie besagt, dass nur etwa die Hälfte der Deutschen die Beruf des Bankers, Priestern und Beamten Vertrauen entgegen bringen, aber da Lehrer, Polizisten und Feuerwehrleute auch zu den Beamten zu zählen sind, ist die Studie hier etwas mißverständlich.
Wenig Vertrauen wird dem Beruf des Journalisten und den Werbefachleuten entgegen gebracht. Noch schlechter schneiden nur Manager und Politiker ab, was auf zunehmendes Mißtrauen gegenüber Bestverdienern und eine zunehmende Politikverdrossenheit im Land zurückzuführen ist. Vielmals werden Unaufrichtigkeit, nicht seriöses Verhalten und Habgier den Bankern, Topmanagern und Politikern zu Lasten gelegt, wobei hier die Banker noch deutlich besser beurteilt werden als zum Beispiel Politiker.
Bereits seit den 80er Jahren hat sich der Ruf des Bankers immer wieder gewandelt. Auch die internationalen Entwicklungen zum Beispiel in den USA haben immer auch Einfluß auf das Bild der Deutschen vom Beruf des Bankers. Wo früher noch langfristige Finanzplanung, Sicherheit und Bodenständigkeit als Attribute genannt wurden, da sind heute Kurzsichtigkeit, Risikofreude und Spekulation Schlagworte, die im Zusammenhang mit Banken fallen. Trotz des gesunkenen Ansehens beginnen weiterhin gleichbleibend viele junge Menschen ihre Ausbildung in den einzelnen Banken.