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Um die Drei-Millionen-Schwelle bei der Arbeitslosenquote unterschreiten zu können, müssen es nach aktuellen statistischen Angaben der Bundesagentur für Arbeit gerade einmal noch etwa 31.000 Arbeitslose schaffen, wieder einen neuen Job finden zu können. Die Zeichen dafür stehen gut, denn die Arbeitslosenquote sank im September 2010 gegenüber August um 0,4 Prozentpunkte. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum waren 315.000 Menschen mehr von Arbeitslosigkeit betroffen. Das bedeutet eine aktuelle Quote bei der Arbeitslosigkeit von 7,2 Prozent.

Der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Jürgen Weise, führte diesen Trend auf das starke Anziehen der Konjunktur zurück. Diese befindet sich schon längst nicht mehr in dem Talboden, auf den sie im Rahmen der Finanzkrise und der sich anschließenden Wirtschaftskrise gerutscht war. Das macht sich sehr positiv auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar, weil die Unternehmen zunehmend wieder damit beginnen, neue und gut ausgebildete Fachkräfte einzustellen.

Auch Eckart Tuchfeld, das ist einer der Pressesprecher der Commerzbank, schätzte die aktuelle Situation auf dem Arbeitsmarkt ähnlich ein. Er geht genau wie Jürgen Weise davon aus, dass die Arbeitslosenquote weiter sinken wird. Allerdings geht er davon aus, dass die Abnahme der Arbeitslosigkeit in den nächsten Wochen und Monaten nicht mehr so schnell vonstatten gehen wird.

Rolf Schneider, einer der kundigen Volkswirte ist deutlich optimistischer. Er nimmt an, dass die Quote bereits im Oktober 2010 unter die Drei-Millionen-Marke rutschen könnte. Als Begründung gibt er die aktuelle Entwicklung bei den als offen gemeldeten Stellen an.

Auch die aktuellen Statistiken der Bundesagentur für Arbeit deuten darauf hin, dass sich der Rückgang der Quote deutlich verlangsamen wird. Der Beschäftigungsindex habe im September 2010 nicht gesteigert werden können, brachte Jürgen Weise der Presse gegenüber zum Ausdruck. Doch ein sehr positiver Trend zeigt sich darin, dass von den Unternehmen wieder deutlich mehr Vollzeitstellen und unbefristete Arbeitsverträge angeboten würden. Vor einem Jahr sah das auf dem Arbeitsmarkt noch ganz anders aus.