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Tatsächlich hat fast schon eine jede im Berufsleben stehende Frau festgestellt, dass man von einem mit dem Mann gleichgestellten Gehalt in der Berufswelt nur träumen kann. Trotzt der im 20. Jahrhundert geltenden Gleichberechtigung und einer gleichen Ausbildung mit entsprechender Qualifikation liegt das Gehalt von Frauen noch immer zwischen 12 bis nahezu sogar 24 % unter dem der männlichen Kollegen.

Große Studien haben diesen Faktor schon lange erkannt und es sogar anhand zahlreich befragter Bundesbürger bewiesen. Die Gleichberechtigung beim Gehalt nimmt prozentual gesehen von Jahr zu Jahr ab, sodass Frauen im mittleren Alter von 24 Jahren etwa 7,8 % weniger verdienen und Frauen in der älteren Kategorie ab 55 Jahren sogar bis zu 26,7 % – eine Tatsache, die sich nicht verleugnen lässt, trotz Qualifikation und unter gleichem Arbeitspensum.
Teilweise liegt die Begründung darin, dass zumindest 5 von 10 Frauen innerhalb ihres Berufslebens für die Kindererziehung längere Pausen eingelegt haben, die sich einer negativen Beeinflussung auf die Karriere verschafft hat sowie letztendlich auf das Gehalt. Es stellt sich dabei aber wiederum die Frage, wer soll Kinder gebären und diese versorgen, wenn nicht die Frau selbst. Die Gesellschaft bzw. Vater Staat möchte im Prinzip alles haben – viele Kinder für die Alterversorgung zu gewährleisten, aber dennoch sparen bei der Gehaltszahlung von Frauen. Aspekte, die mit dem Grundsatz der Gleichstellung von Männern und Frauen nichts mehr zu tun haben, außer dass sich viele Frauen minderwertig fühlen.

So zeichnet sich der Gehaltsunterschied in fast allen verschiedenen Berufszweigen ab, wobei die Qualifikation der Frau nur eine untergeordnete Rolle spielt und die Gleichberechtigung weiterhin außen vor bleibt und nicht berücksichtigt wird. Die Bankkauffrau erhält im Schnitt 19,3 % weniger, die Bürokauffrau bis zu 14,2 %, die Chemielaborantin nahezu 16,4 % und die Redakteurin sogar beträchtliche 19,8 % weniger wie die männlichen Kollegen, wobei die Verwaltungsfachangestellte im Vergleich zu den vorgenannten Berufszwecken die wenigsten Einbußen von -3 % hinnehmen muss.
Auch in gehobenen Positionen wie zum Beispiel der einer Filialleiterin wird der Unterschied von 23,1 % am deutlichsten erkennbar. Nur im öffentlichen Dienst, als Beamtin in Staatsstellung auf Lebenszeit gibt es für die Frau keinen Unterschied bei den gezahlten Gehältern, da diese in feste Besoldungsgruppen eingeteilt sind.

Deutsche Frauen gehen im Gegensatz zu jenen aus der USA kaum auf die Barrikade, um die Benachteiligung bei der Gehaltszahlung zu ihren männlichen Arbeitskollegen gerichtlich einzuklagen – wo kein Kläger seine Klage erhebt, wird auch kein Gericht der Welt ein Urteil fällen.

Somit wird es auch weiterhin im 20. Jahrhundert keine Veränderung geben und die gleiche Arbeitsleistung bei gleicher Qualifikation wird unterschiedlich bei Frauen und Männern honoriert werden.

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