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In den kommenden Jahren werden in Deutschland Millionen an Facharbeitern fehlen. Um das Defizit auszugleichen, hat die Bundesagentur für Arbeit einen Zehn-Punkt-Plan ausgearbeitet. Durch verbesserte Bildung, Erhöhung der Wochenarbeitszeit und höhere Integration von Frauen in den Arbeitsmarkt sollen die zu erwartenden Lücken gestopft werden. Trotz der mehr als drei Millionen Vollzeitkräfte, die auf diese Weise zu mobilisieren wären, sei der Bedarf an Fachkräften mit dem Potential des Inlands nicht zu decken, so die Auffassung der Bundesagentur. Man werde auf Zuwanderer zurückgreifen müssen, um die schweren wirtschaftlichen Konsequenzen, die Deutschland aus einem Facharbeitermangel entstünden, abzuwenden.

Das Problem der Arbeitslosigkeit ist ein steigendes und seit Jahrzehnten in Deutschland nicht gelöst. Keine Regierung, welcher Farbe auch immer, hat es geschafft, ein Klima der ökonomischen Sicherheit und Stabilität für den auf Broterwerb angewiesene Bevölkerungsteil zu schaffen.

Vor diesem Panorama, gewürzt mit Zeitarbeit, Kurzarbeit und Entlassungen, ist es dem Normalbürger nicht verständlich, warum die Wochenarbeitszeit steigen sollte und ausländische Kräfte importiert werden müssen. Können nicht Schüler und Studenten konsequent geführt werden, damit möglichst viele von ihnen die gewünschten Fächer in Studium und Ausbildung anpeilen? Können aus dem Heer der der Arbeitslosen zwischen 20 und 50 nicht genügend Umschüler oder fertige Fachkräfte gewonnen werden?

Deutschland ist bei ausländischen Fachkräften kein beliebtes Einwanderungsland. Das Arbeitsrecht für Zuwanderer, die von außerhalb der EU kommen, müsste gelockert, die Gehälter drastisch nach oben korrigiert werden. Der Brotneid wäre damit vorprogrammiert, dem Rassismus Vorschub geleistet.

Selbstverständlich spielt in dem Zehn-Punkt-Plan der Regierung die Frau ebenfalls eine tragende Rolle. Je nach Wirtschaftslage wird sie zwischen Herd und Büro hin- und her gespielt. Zwischendurch trumpft sie, für Zeitperioden die ebenfalls an die Ökonomie des Landes gekoppelt sind, irgendwo zwischen Mutterschaft, Teilzeitbeschäftigung und Heimarbeit auf, Rückkehr in den Beruf ungewiss oder unrentabel. Es wird Zeit für neue, nachhaltige Konzepte.