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Vorbei sind die Zeiten, in denen Frauen zuhause bleiben durften. Heute müssen sie berufstätig sein. Egal, ob alleinerziehend oder mit einem Partner lebend, selbst oder gerade Mütter müssen arbeiten um einen akzeptablen Lebensstandard zu halten. Das führt dazu, dass immer jüngere Kinder in Kindergärten und Kitas erzogen werden. Glücklich schätzen dürfen sich die Eltern, die einen Krippenplatz in Wohnortnähe mit gut ausgebildetem Personal finden. Dann können sie mit einigermaßen beruhigtem Gewissen arbeiten gehen.

Leider neigen vor allem jüngere Kinder dazu, hin und wieder krank zu werden. Besonders Krippen-Neulinge liegen bis zu 12 mal im Jahr krank im Bett. Das stellt junge berufstätige Eltern vor große Probleme und fordert ihr ganzes Organisationstalent. Meist steht Oma selbst noch auf der Karriereleiter oder wohnt weit weg. Nachbarn und Freunde sind selbst berufstätig oder scheuen sich ein krankes Kind zu betreuen. Selten reicht das Gehalt um eine professionelle Hilfe oder ein Au Pair einzustellen.

Reicht die Hilfe durch den Gesetzgeber?

Im Normalfall stehen jedem Elternteil 5 bezahlte Tage für die Pflege eines kranken Kindes zu. Viel zu wenig, wenn man die Tage gegenüberstellt, die jedes Kind durchschnittlich besonderer Pflege bedarf. Zudem steht es dem Arbeitgeber auch frei, diese Tage aus dem Arbeitsvertrag zu streichen. Selten bewilligt er sogar mehr Tage. Auf keinen Fall werden diese Tage ausreichen, wenn das Kind besonders anfällig oder sogar chronisch krank ist.

Kindkrank nur für Kassenpatienten

Kassenpatienten sind hier im Vorteil. Die gesetzliche Krankenkasse bewilligt nämlich pro Elternteil 10 Tage „kindkrank“. Wer alleinerziehend berufstätig ist, darf die vollen 20 Tage ausschöpfen. Sind mehrere Kinder zu betreuen, verdoppeln sich diese Tage, bzw. erhöhen sich auf bis zu 25 Tage jährlich. Wir wären nicht in Deutschland, wären diese Regelung nicht an strenge Bedingungen gekoppelt:

Das Kind darf nicht älter als 12 Jahre alt sein
ein ärztliches Attest des Kinderarztes liegt vor
im Haushalt ist niemand, der die Pflege übernehmen könnte
auch das Kind muss gesetzlich versichert sein

Privatversicherte haben auf diese Leistungen im Regelfall kein Anrecht. Sie haben nur Anspruch auf freie Tage, wenn ihr Tarif-oder Arbeitsvertrag es vorsieht.

Finanzielle Einbußen für die Eltern

Maximal 90 % des Nettoeinkommens oder 70 % des Bruttolohns gibt es von der Krankenkasse, wenn die Eltern ihr krankes Kind selber pflegen. Das nehmen besorgte Eltern gerne in Kauf. Weniger glücklich sind sie mitunter über die Reaktion des Arbeitgebers, falls sich ihre Fehlzeiten aufgrund infektanfälliger Kinder häufen. Daher nehmen Mütter oft ihren Jahresurlaub, um ihre kranken Kinder zu betreuen. Fatal, denn der Jahresurlaub soll zur eigenen Erholung dienen. Wer berufstätig ist, und nicht ausspannen kann, wird auf Dauer selbst krank.

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