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Es ist Montagmorgen acht Uhr – die Arbeitswoche nimmt und nimmt kein Ende. Viele Mitarbeiter der deutschen Unternehmen kennen dieses Gefühl. Null Bock auf den Job. Um die Zufriedenheit der Arbeitnehmer in Deutschland ist es nicht gut bestellt. Wer ist daran schuld, der Chef, schlechte Löhne, vielleicht der Arbeitsdruck, ist es am Ende der Arbeitnehmer selbst?

Unzufriedenheit im Job – was ist dran?

Die Studien belegen, etwa 87 Prozent aller Mitarbeiter sind unzufrieden im Job. Als den „Erzfeind“ definieren sie mehrheitlich den eigenen Chef. Dabei war die Mitarbeiterzufriedenheit gerade in den letzten Jahren viel beschworen. Kaum ein Chef, der nicht auf öffentlichen Veranstaltungen über den besonderen Wert der Mitarbeiter als Kapital des Unternehmens referierte. Fast gebetmühlenhaft wurden die Vorzüge durch gute Mitarbeiterführung für die Unternehmen wiederholt. Die Umsetzung der gewonnenen Erkenntnisse – Fehlanzeige? Das so viel gepriesene offene Ohr für die Untergebenen, auch das Lob für gute Arbeit, in Deutschland scheint es davon nur spärlich zu geben.

Sind deutsche Chefs wirklich so schlecht, wie es die Studien und internationalen Vergleiche zu beweisen scheinen? Seit mehr als 20 Jahren nimmt die Zufriedenheit der Mitarbeiter zumindest kontinuierlich ab. Im Ländervergleich von 22 Ländern landete Deutschland zumindest nur auf Platz 18, was die Zufriedenheit im Job angeht. Laut den Wissenschaftlern sind die Gründe der Unzufriedenheit vielfältig. Es ist nicht nur das Führungspersonal allein, das für diese Situation verantwortlich ist. Stress im Job und geringe Lohnsteigerungen sind weitere gewichtige Faktoren. An einem typisch deutschen Jammern auf hohem Niveau liegt es zumindest nicht. In der allgemeinen Zufriedenheit mit der Lebenssituation liegt Deutschland im oberen Mittelfeld.

Auswirkungen schlechter Motivation der Mitarbeiter auf die Unternehmen.

Die Verbundenheit der Mitarbeiter zum Unternehmen lässt spürbar nach. Eine andere unabhängige Studie beweist, 66 Prozent der Befragten verspürten nur eine geringe Verbundenheit zum Unternehmen. 21 Prozent der Befragten gaben sogar an, dass ihnen das Unternehmen völlig egal ist. Als Hauptverantwortliche für den Produktivitätsverlust von jährlich 125 Milliarden Euro sieht die Studie tatsächlich die Vorgesetzten. Sie gehen nach wie vor zu wenig auf die Belange ihrer Untergebenen ein.

Trotzdem sollte sich auch jeder Mitarbeiter, der mit seinem Job nicht zufrieden ist selbstkritisch sehen. Nicht jedes unglücklich gewählte Wort ist ein persönlicher Angriff oder gar Mobbing. Wer sich nicht scheut, den Problemen im Job sachlich – neutral nachzugehen, der wird erkennen, vieles wird persönlich überbewertet. Mangelndes Lob gleichermaßen wie der Gedanke unterbezahlt zu sein. Vergleichszahlen aus anderen Unternehmen der gleichen Branche zeigen oft eine geringere Lohnschere für die Mitarbeiter, als die gefühlte Ungleichbehandlung im Job.