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Generell neigen mehr und mehr Schulabgänger mit Hochschulreife in den letzten Jahren dazu, zu studieren. In diesem Jahr sind es besonders viele Neueinsteiger. Die Zeit, die man benötigt, um ein Abitur zu machen wurde in einigen Bundesländern um ein Jahr verkürzt, was in diesem Jahr in Bayern, dem Saarland und Niedersachsen zu doppelt so vielen Abiturienten wie gewöhnlich geführt hat. Zudem wurde die Wehrpflicht abgeschafft, die viele junge Männer bisher noch ein Jahr lang nach dem Abschluss beschäftigt hat. Das führt dazu, dass sogar an den Hochschulen, an denen Studiengebühren verlangt werden, die Zahlen der Erstsemester in die Höhe gehen. Viele Hochschulen haben damit nicht nur Schwierigkeiten, ihre neuen Studenten überhaupt in einem ihrer großen Hörsäle alle auf einmal zum Studium willkommen zu heißen, sondern auch ernsthafte Probleme, die Flut an Erstsemestern angemessen in den Unialltag zu integrieren.
Viele neue Studenten entdecken gerade Ostdeutschland als idealen Studienort. Nicht nur haben die Hochschulen von Leipzig, Dresden, Greifswald und Rostock durchweg einen guten Ruf, die Städte sind auch sehr gut verkehrstechnisch erschlossen und die Lebenshaltungskosten sowie Mieten im Osten sind günstiger als in westlichen Großstädten. Dabei hat man in Dresden oder Leipzig an Großstadtflair, Nachtleben und Kulturangebot nichts einzubüßen. Im Gegenteil, die Städte sind gut gerüstet für ihre neuen jungen Mitbürger. Für einige mag zum Beispiel die Hochschule in Frankfurt an der Oder nur eine ungeliebte Notlösung für das bevorstehende Studium gewesen sein, aber auch diese Stadt hat ihren Studenten ein angenehmes Umfeld für ihr Studium zu bieten.
Eine Studie belegt, dass die Existenz von Studiengebühren an den einzelnen Hochschulen keinen Einfluß auf die Wahl der Uni oder Hochschule hat. Studierende suchen sich die Unis, wenn sie die Wahl haben nach Reputation und außerdem nach Standort aus. Generell wurden die Studiengebühren im Nachhinein nicht zu negativ aufgenommen. Vor allem Nichtakademiker halten die Einführung der Gebühren für einen positiven Schritt und messen offenbar dem Studium seither noch mehr Wert bei, als sie es taten als es noch kostenlos war.