karriere-job-infos.de

News rund um Job und Karriere

Der kurze Weg in die Schuldenfalle

Immer mehr Menschen in Deutschland sind überschuldet. Besonders auffällig: Seit einiger Zeit trifft es auch immer häufiger Jugendliche und junge Menschen, die mit ihren Finanzverhältnissen nicht mehr klar kommen. Zu hohe Ausgaben, zu viele Verlockungen, zu wenig Einnahmen, zu wenig Disziplin – all diese Faktoren führen dazu, dass sie über kurz oder lang nicht mehr weiter wissen. In die Schuldenfalle führen viele Wege. Um gar nicht erst hineinzutappen oder, wenn es passiert ist, wieder herauszukommen, gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Handy und Handyvertrag – oft der Einstieg in die Schulden

Ein paar Euro pro Monat für ein neues Handy und den dazu gehörenden Vertrag – das kann doch nicht so schlimm sein. So denken viele, und im Handumdrehen hat man einen ganzen Berg Schulden angehäuft. Besonders bedenklich wird die Lage dann, wenn nicht nur ein Vertrag besteht, sondern gleich mehrere. Oft winkt beim Vertragsabschluss nicht nur ein neues Mobiltelefon, sondern auch diverse Beigaben. Es lohnt sich, die Kosten vor Vertragsabschluss genauestens zu prüfen!

Der Dispokredit und seine leichtsinnige Verwendung

Ein Dispokredit ist eigentlich eine gute Sache. Wenn sich am Monatsanfang Geldeingänge und Zahlungsverpflichtungen überschneiden, dann stellt der Dispokredit sicher, dass trotzdem alle Abbuchungen durchgeführt werden. Auch für kurzfristige Engpässe ist er eine gute Lösung. Kritisch wird die Situation dann, wenn der Rahmen des Dispokredits laufend voll ausgeschöpft wird. Dann lebt der Bankkunde auf Pump, dazu kommen die hohen Zinsen des Kredits. Leider vergeben viele Banken Kontoüberziehungskredite an junge Menschen sehr schnell und verführen dadurch zum unkontrollierten Geldausgeben.

Teufelskreis Ratenzahlung

Heute bestellen, irgendwann bezahlen! Dieses Versprechen der Händler verleitet viele junge Menschen. Es wird nicht mehr vorher gespart, bis das nötige Geld für eine Anschaffung vorhanden ist, sondern gleich gekauft. Möbel für die erste eigene Wohnung, modische Kleidung, Auto, Unterhaltungselektronik, Urlaubsreisen – praktisch alles kann auf Kredit angeschafft werden. Wer jetzt den Überblick verliert, kann die Raten nicht mehr zurückbezahlen.

Was hilft im Ernstfall?

Natürlich ist Vorbeugen besser. Dazu gehört ein früh erlernter sinnvoller Umgang mit Geld, aufmerksame Eltern, das Erlernen von Eigenverantwortung. Doch auch in nahezu ausweglosen Lagen kann man die Schulden in den Griff bekommen. Der Weg in die Schuldnerberatung ist keine Schande, sondern eine erfolgreiche Hilfsmaßnahme. Erfahrene Schuldnerberater informieren und unterstützen. Sie verhandeln mit den Gläubigern und finden oft einen gangbaren Weg, wie man die Schulden allmählich zurückzahlen kann.