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Die Menschen sind soziale und kommunikative Wesen mit klaren Hierarchien. Das gilt insbesondere in der Berufswelt.
So ist eine Teambesprechung, ein Geschäftsessen, eine Präsentation oder eine Konferenz nicht nur ein sachlich orientiertes Meeting, sondern auch eine eindrucksvolle Darstellung des tatsächlichen oder angestrebten Ranges jedes teilnehmenden Mitarbeiters im Unternehmen.
Die Sitzordnung gibt entscheidende Hinweise auf den Hierarchiestatus der Arbeitnehmer oder deren Ziele im Betrieb. So hat die amerikanische Psychologin Sharon Livingston in einer mehrjährigen Studie einige klare, wenn auch ungeschriebene Regeln zur Sitzordnung in einem Meeting aufgedeckt, die auch der Deutsche Knigge-Rat bestätigt.
So ist der Sitzplatz neben dem Chef oder Leiter für ranghöhere oder besonderen Mitarbeiter vorgesehen. Diese Mitarbeiter genießen in einem Meeting erfahrungsgemäß eine höhere Sympathie unter den Kollegen und mehr Gehör beim Chef, neben dem sie sitzen.
Je weiter eine Person vom Leiter oder der Präsentationswand entfernt und am Rand des Tisches sitzt, umso mehr verdeutlicht sie ihre niedrige Stellung im Unternehmen. Ein Mitarbeiter am Kopfende eines quadratischen Tisches discount eyeglasses frames wirkt tonangebend und erhält soziale Beachtung. Wer bewusst die Diskussion mit einer bestimmten Person sucht, sollte seinen Platz gegenüber von ihr wählen.
Es ist zu beachten, dass ein Sitzplatz an der Tür den Arbeitnehmer hingegen leicht zu einem Laufburschen degradiert. Wenn sämtliche Plätze am Tisch besetzt sind, empfehlen die Regeln, einem höherrangigen Mitarbeiter den eigenen Stuhl zu überlassen und sich eine neue Sitzgelegenheit zu besorgen.
Neue Mitarbeiter dagegen sollten in jedem Falle erst einmal die Sitz- und somit Rangordnung in Meetings abwarten, bevor sie ihren eigenen Platz auswählen.
Dieses Wissen um die Symbolik der Sitzordnung ist nicht nur eine Pflicht, sondern kann auch eine Chance sein. So kann ein ehrgeiziger Arbeitnehmer den Anschein eines höheren betrieblichen Status bewusst erwecken, indem er beispielsweise einen höherrangigen Sitzplatz auswählt.

Diese ungeschriebenen, aber gebräuchlichen Regeln der Sitzordnung in Meetings zeigen deutlich, dass Fachwissen, Motivation und Arbeitsqualität heute nicht mehr genügen, um einen angemessenen oder erstrebten Platz in der Arbeitshierarchie zu erreichen. Um die Karriereleiter emporsteigen zu können, ist auch die emotionale und soziale Kompetenz erforderlich sowie die Bereitschaft, das psychologisch manipulative Wissen gezielt einzusetzen.

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